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Weißt du warum es so ist? Hast
du dich je gewundert, warum sich eine Nonne von Kopf bis Fuß verhüllen
kann und dafür respektiert wird, sich Gott zu widmen... ...aber wenn eine Muslima dies tut, wird sie unterdrückt? Wieso ein Jude sein Bart wachsen lassen kann und er nur sienen Glauben praktiziert... ...aber wenn ein Muslim dies tut, ist es ein Extremist? Wenn eine wstliche Frau sich um den Haushalt und Kinder kümmert, opfert sie sich und trägt dem Haushalt gutes bei... ...aber wenn eine Muslima dies tut, muss sie befreit werden? Wenn ein Christ oder Jude jemanden tötet, wird seine Religion nicht erwähnt... ...aber wenn ein Muslim mit einem Verbrechen belastet wird, ist es der Islam, der vor Gericht geht!
Leben nach der Geburt
Es waren einmal drei. Einer von diesen ist der kleine Gläubige, einer
der kleine Zweifler und einer der kleine Skeptiker.
Der kleine Zweifler fragt:
Glaubt ihr eigentlich an ein Leben nach der Geburt?
Der kleine Gläubige:
Ja klar, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir
wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir
dann stark genug sind für das, was uns erwartet.
Der kleine Skeptiker:
Blödsinn, das gibt es doch nicht, wie soll denn das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?
Der kleine Gläubige:
Das weiß ich auch nicht so genau. Aber es wird sicher viel heller als
hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund
essen.
Der kleine Skeptiker:
So ein Quatsch! Herumlaufen geht doch gar nicht. Und mit dem Mund
essen, so eine komische Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns
ernährt. Außerdem geht das gar nicht, dass es ein Leben nach der Geburt
gibt, weil die Nabelschnur ja jetzt schon viel zu kurz ist.
Der kleine Gläubige:
Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.
Der kleine Skeptiker:
Es ist noch nie einer zurückgekommen von nach der Geburt. Mit der
Geburt ist das Leben zu Ende. Und das Leben ist eine einzige Quälerei.
Und dunkel.
Der kleine Gläubige: Auch wenn ich nicht so genau weiß, wie das Leben
nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter
sehen.
Der kleine Skeptiker:
Mutter?! Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?
Der kleine Gläubige:
Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein.
Der kleine Skeptiker:
Ach hör doch auf! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas gemerkt, also gibt es sie auch nicht.
Der kleine Gläubige:
Manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören... oder
spüren, wenn sie unsere Welt streichelt. Ich glaube auf jeden Fall,
dass unser eigentliches Leben erst dann beginnt...
 ESMA'ÜL-HÜSNA Allah, er-Rahmân, er-Rahîm, el-Melik, el-Kuddûs, es-Selâm, el-Mü'min, el-Müheymin, el-Azîz, el-Cebbâr, el-Mütekebbir, el-Hâlýk, el-Bâri', el-Musavvir, el-Gaffâr, el-Kahhâr, el-Vehhâb, er-Rezzâk, el-Fettâh, el-Alîm, el-Kâbýd, el-Bâsýt, el-Hâfýd, er-Râfi, el-Muiz, el-Müzill, es-Semi', el-Basîr, el-Hakem, el-Adl, el-Lâtîf, el-Habîr, el-Halîm, el-Azîm, el-Gafûr, eþ-Þekûr, el-Aliyy, el-Kebîr, el-Hafîz, el-Mukît, el-Hasîb, el-Celîl, el-Kerîm, er-Rakîb, el-Mücîb, el-Vâsi', el-Hakîm, el-Vedûd, el-Mecîd, el-Bâis, eþ-Þehîd, el-Hakk, el-Vekîl, el-Kaviyy, el-Metîn, el-Veliyy, el-Hamîd, el-Muhsî, el-Mübdî, el-Muîd, el-Muhyî, el-Mümît,> el-Hayy, el-Kayyûm, el-Vâcid, el-Mâcid, el-Vâhid, es-Samed, el-Kâdir, el-Muktedir, el-Mukaddim, el-Muahhir, el-Evvel, el-Âhir, ez-Zâhir, el-Bâtýn, el-Vâli, el-Müteâlî, el-Berr, et-Tevvâb, el-Müntakim, el-Afüvv, er-Raûf, Mâlikü'l-Mülk, Zü'l-Celâli ve'l-Ýkrâm, el-Muksit, el-Câmi', el-Ganiyy, el-Muðni, el-Mâni', ed-Dârr, en-Nâfi', en-Nûr, el-Hâdi, el-Bedî', el-Bâkî, el-Vâris, er-Reþîd, es-Sabûr.
Von einer Nacht, die besser ist als
tausend Monate
I’tikaf und Lailatul-Qadr
Zwei Drittel des Ramadan sind
bereits verstrichen, wie alle freudigen Tage vergingen auch diese für die fastenden
Gläubigen wie im Fluge. Und wie bei vielen Angelegenheiten hat auch beim Ramadan das
Ende, hier das letzte Drittel, eine ganz besondere Bedeutung.
Die letzten zehn Tage im Ramadan sind nämlich die Zeit, die für einen Muslim am
ertragreichsten sein können und denen deshalb ganz besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung
geschenkt werden sollte, und zwar durch
- vermehrten Gottesdienst in den letzten Nächten des Ramadan#
- Durchführen des I’tikaf (des Sich-Zurückziehens in die Moscheen)
- Suche nach der Lailatul-Qadr, der Nacht der Bestimmung, und Vollbringen
besonders vieler Gottesdienste ihn ihr
Vermehrter Gottesdienst in den letzten Nächten des Ramadan
In den letzten zehn Nächten des Ramadan erfüllt uns eine hoffnungsfreudige Stimmung,
vielleicht sogar fiebrige Erwartung, weil es in ihnen eine sehr wichtige Nacht gibt.
Deshalb gibt es keine bessere Gelegenheit und Zeit als diese letzten zehn Tage, um sich
besonders mit Ibadaat (Gottesdiensten) zu beschäftigen, auch weil unsere Körper
bereits durch das Fasten im Ramadan an eine gewisse Disziplin in den Ibadaat
gewöhnt sind.
Von Aischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr (r), die gesagt hat:
„Der Prophet, Allahs Heil und Frieden auf ihm (saws), pflegte, wenn die zehn (letzten
Nächte) des Ramadan kamen, sein Gewand (zum Gebet) herzurichten und die Nacht über zu
wachen und seine Familie aufzuwecken.“ (Buckari)
Bereits vor seiner Gesandtschaft und der Offenbarung pflegte der Prophet Muhammad (saws)
sich im Ramadan in die Höhle Hira zurückzuziehen und eine gewisse Zeit mit Meditation
und Nachdenken zu verbringen. So wurde er auch auf die schwere Zeit der späteren
koranischen Offenbarung vorbereitet.
Die letzten zehn Tage sollen empfehlungsgemäß mit vielen Gebeten, Koranlesen, Dhikr
(Gedenken an Allah), Du’a (Bittgebeten) und Nachsinnen über die Schöpfung
Allahs verbracht werden, wodurch unser Geist wieder „auftanken“ kann. So folgen
wir in den letzten zehn Tagen des Ramadan unserem geliebten Propheten Muhammad (saws), wie es
oben im Hadith beschrieben ist.
Durchführen des I’tikaf
Aischa (r), die Gattin des Propheten (saws) berichtete:
„Der Prophet, Allahs
Segen und Frieden auf ihm, pflegte sich in den letzten zehn Tagen des Monats Ramadan
zurückzuziehen, bis Allah, der Erhabene, ihn sterben ließ. Nach seinem Tod pflegten sich
auch seine Frauen zurückzuziehen.“ (Buckari)
I’tikaf bedeutet dem Wort nach „sich an einen Ort verschließen und warten“.
Als islamischer Fachbegriff bedeutet der I’tikaf, sich in eine Moschee zu begeben, um
– sei es auch nur für eine kurze Zeit – sich von den geistigen und
körperlichen Sünden und Verfehlungen zu entfernen und danach zu trachten, vollständig
in eine Atmosphäre voller Harmonie, innerer Ausgeglichenheit und Gottesruhe einzutauchen
und auf diese Weise für eine Weile nur mit dem Schöpfer alleine zu verweilen.
Allah gab uns Muslimen diese Möglichkeit des I’tikaf, damit wir uns auf die
Situation des Grabes vor der Auferstehung vorbereiten können, wenn wir dort allein sind
und niemanden haben außer Allah. Dort wird es zudem keinen geben, der uns Trost schenkt
oder Zuflucht gibt, außer Ihm.
Der große Gelehrte Atâ bemerkte:
„Jemand, der sich in den I’tikaf begibt,
ist wie jemand, der sich vor die Tür eines großen Königs begibt, weil er von ihm etwas
benötigt und sagt: ‚Solange mein Bedürfnis nicht gestillt wird, werde ich nicht von
hier weichen’. Und dieser ist in das Gotteshaus eingetreten und sagt: ‚Wenn Du
mir nicht vergibst, dann weiche ich nicht von dieser Stelle’”.
Für einen Gläubigen, der viel Druck und Stress fühlt - gerade in diesen für die
Muslime schwierigen Zeiten - kann der I’tikaf zu einem Ruhepunkt und zu einer „geistigen
und seelischen Erholung“ werden. Es ist, als ob er in den Tagen des I’tikaf die
„Himmelfahrt übt“ und bei Allah Zuflucht sucht mit seinen Gebeten und Duas. Mit
diesen und anderen Gottesdiensten ergibt er sich vollends und freiwillig seinem Schöpfer.
Der I’tikaf befreit ihn für einige Tage von störenden Einflüssen, die z.B.
durch ein Übermaß an Essen, geschlechtlichen Beziehungen, Reden, Schlafen usw. entstehen
können und die den Wert seiner Ibadaat schmälern können. Wenn diese
Störfaktoren auf ein Mindestmaß reduziert werden, ist der Weg frei für die Begegnung
mit Allah.
Deswegen ist es angeraten, dass ein Muslim mindestens einmal im Leben in den I’tikaf
geht, wenn möglich natürlich öfter. Es sollten sich aber stets einige Muslime in der
Moschee befinden, die im letzten Drittel des Ramadans diese Sunna pflegen.
Da durch die ersten 20 Tage des Ramadan die Sinne und der Geist für das Wesentliche
bereits geschärft wurden, ist im letzten Drittel des Ramadan während des I’tikaf
eine größere Hingabe und Demut in den Gottesdiensten möglich.
Es wird berichtet, dass Ibn Abbas (r) einmal vor dem Grab des Propheten (saws) stand,
darauf deutete und folgendes sagte:
„Ich hörte den, der hier im Grab liegt,
folgendes sagen: ‚Wer einen Tag in den I’tikaf geht um Allahs Wohlgefallen zu
erlangen, für den wird Allah eine Entfernung von drei großen Graben zwischen ihm und dem
Feuer legen, die größer sind als (die Entfernung) zwischen Ost und West.“
(Baihaqi, Tabarani)
Auch lehrt uns der I’tikaf, wie das diesseitige Leben im Vergleich zum Jenseits zu
bewerten ist; der I’tikaf kann uns als Prüfstein dafür dienen, ob wir uns auf dem
rechten Weg befinden. In diesen Tagen ist es somit möglich, den Staub der Welt
abzuklopfen. Obwohl es im Islam kein Mönchtum gibt, ist es eine gute Gepflogenheit, wenn
wir uns für zehn Tage in der besten Zeit des Jahres in Klausur begeben.
Suche nach der Lailatul-Qadr und Vollbringen besonders vieler Gottesdienste ihn
ihr
„Wir haben ihn ja herabgesandt in der Nacht der Bestimmung. Und was lässt dich
wissen, was die Nacht der Bestimmung ist? Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend
Monate, Es kommen die Engel herab und der Geist in ihr, mit der Erlaubnis ihres Herrn, zu
jeder Angelegenheit, Frieden ist sie, bis zum Aufgehen der Morgendämmerung.“
(97:1-5)
Von Abu Huraira (r), der gesagt hat:
„Allah Gesandter (saws) hat gesagt: ‚Wer
die Lailatul-Qadr über (im Gebet) steht und auf sie trifft im Glauben und Hoffnung (auf
den Lohn des Jenseits), dem wird vergeben, was von seinen Sünden vorausgegangen ist.“
(Muslim)
Von ’Ubada ibn as-Samit, der gesagt hat:
„Der Prophet (saws) kam heraus, um uns
über die Lailatul-Qadr zu unterrichten. Da stritten sich zwei Männer von den Muslimen,
und er sagte: ‚Ich bin herausgekommen, um euch über die Lailatul-Qadr zu
unterrichten, und der und der haben sich gestritten, und es wurde von mir genommen,
und das ist wohl gut für euch, also sucht sie in der neunten, der siebten und der
fünften (Nacht) “ (Buckari)
Anas ibn Malik (r) berichtete:
„Der Gesandte Allahs (saws) sagte: ‚Wer immer,
bis der Ramadan zu Ende geht, das Abend- und Nachtgebet mit der Gemeinschaft verrichtet,
der wird in der Lailatul-Qadr viel Freude daran empfinden.’” (Baihaqi)
Die Lailatul-Qadr ist für die Gläubigen Sicherheit und Schutz. Sie ist Güte und
Frieden. Die Lailatul-Qadr ist der Kern und die Quelle des Ramadan, denn in dieser Nacht
kam der Koran vom Lauh Mahfudh (der wohlverwahrten Tafel in die Himmel der
Menschen herab und der Engel Gabriel (Dschebrail) brachte dem Propheten Muhammad (saws) die ersten
offenbarten Verse. Von da ab wurde der Koran, die allumfassende Wahrheit und der Kern der
Barmherzigkeit für die Menschen, nach und nach offenbart. Aus diesem Grund ist diese
Nacht besser als tausend Monate oder als ein ganzes Menschenleben.
Wer diese gesegnete Nacht verpasst, der hat fürwahr eine große Chance vertan. So ist
es nach dem zitierten Hadith angeraten, die Lailatul-Qadr in den letzten zehn Tagen der
ungeraden Nächte im Ramadan zu suchen.
Anas (r) berichtet, dass der Gesandte Allahs (saws) gesagt hat:
„Wenn die Lailatul-Qadr anbricht, kommt Dschibrail in Begleitung von Engeln herab und bittet um
Barmherzigkeit für den Knecht (Allahs), der sich mit Gottesdiensten beschäftigt und
Allahs gedenkt, während er steht oder sitzt.“ (Baihaqi)
Es gibt eine wunderbare Überlieferung, in der die Mutter der Gläubigen Aischa
(r), den Propheten (saws) fragte:
„O Gesandter Allahs, wenn ich weiß, welche Nacht die
Lailatul-Qadr ist, was sollte ich dann sagen?“
Er wies sie dann an zu sprechen:
Allahumma
innaka ’afuwwun tuhibbu l-’Afwa fa’fu ’annii.
Das bedeutet:
O
Allah, Du bist der Vergebende, und Du liebst die Vergebung, so vergib mir. (Ahmad, Ibn
Madscha, Tirmidhi)
Die beschriebene Nacht hat einen „Wert“ von über tausend Monaten oder -
anders ausgedrückt - von mehr als 83 Jahren. Ein aufrichtiger Gläubiger, der sich Tag
und Nacht wegen seiner Sünden Sorgen macht, erwartet geduldig und voller Freude diese
Nacht im Ramadan. Er hofft, in dieser Nacht Vergebung zu finden, da sein Gottesdienst in
dieser Nacht einem Gottesdienst von mehr als 83 Jahren gleichkommt, also vielleicht sogar
mehr als einem ganzen Menschenleben. Wenn sein Gottesdienst angenommen wird, kann er mit
einem Schlag sämtliche vorherigen Sünden auslöschen.
Der Gottesdienst in dieser Nacht kann unterschiedlich gestaltet werden. Wenn man
arbeitet, sollte man nach Möglichkeit den folgenden Tag frei nehmen, um an diesem Abend
lange wach bleiben zu können. Das wäre besser, weil die Nacht in der Regel ausgefüllt
ist mit längeren Gebeten, Koranlesen und Dhikr. Man sollte aber während der
Gottesdienste auch auf Unterbrechungen und Pausen achten.
Nur wenn wir unsere Herzen von Gier, Eitelkeit, Neid und Bosheit gereinigt haben und
unsere Herzen der Liebe zur Wahrheit, der Schönheit und Gerechtigkeit Platz gemacht
haben, können wir hoffen, dass Allah uns vergibt und hilft. So sollten wir alle in dieser
historischen und heiligen Nacht, wenn Allah Seine Engel herabsendet, darum beten, dass
Allah unsere Gebete erhört und uns Vergebung schenkt.
Möge Allah unsere Herzen reinigen, unseren Glauben stärken und uns befähigen,
jegliche Hindernisse auf dem Weg zu Ihm zu überwinden. Möge Er uns zudem gestatten, nur
Ihm in unseren Handlungen zu dienen, sowohl mit unserer Arbeit, in der Schule oder im
Studium, in unserer Familie und auch sonst überall. Möge Er es uns ermöglichen, wenn
die Zeit kommt, endgültig zu Ihm zurückzukehren, mit denen zusammen zu sein, die Er
liebt und die Ihn lieben.
Möge Er uns in der Lailatul-Qadr mit Segen und Barmherzigkeit überhäufen und
uns mit Seinen größten Gaben versorgen. Amin.
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